Deutscher Rotkohl
Rotkohl ist die Beilage, ohne die kein deutsches Festessen komplett ist. Dieser klassische süß-saure Rotkohl wird langsam geschmort, bis die Kohlstreifen butterzart sind und die perfekte Balance zwischen der Süße des braunen Zuckers und der dezenten Säure des Apfelessigs erreicht ist. Frische Äpfel – am besten säuerliche Sorten wie Granny Smith – werden mitgekocht und verleihen dem Rotkohl eine natürliche, fruchtige Süße, die das Gericht unverwechselbar macht. Fein gehackte Zwiebeln bilden die herzhafte Basis, während Nelken und Lorbeerblatt für die typische wärmende Würze sorgen, die man aus Omas Küche kennt. Das Schöne an diesem Rezept ist seine Unkompliziertheit: Alles kommt in einen Topf, wird aufgekocht und darf dann bei niedriger Hitze vor sich hin köcheln – je länger, desto besser. Und das Beste: Rotkohl schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, weil die Aromen über Nacht weiter verschmelzen. Eine große Portion lässt sich problemlos im Kühlschrank bis zu einer Woche aufbewahren oder bis zu drei Monate einfrieren. Als Beilage ist Rotkohl unschlagbar vielseitig: Er passt perfekt zu Rinderbraten, Sauerbraten, Putenbraten, Ente, Bratwurst, Kartoffelknödeln, Spätzle oder einfach nur zu Salzkartoffeln. Ob Weihnachtsessen, Sonntagsbraten oder gemütliches Herbstessen – Rotkohl gehört auf den Tisch. Ein Stück deutsche Esskultur, das seit Generationen Herzen und Mägen wärmt.
Ausstattung
Zutaten
Anleitung
- 1Rotkohl vierteln, den Strunk entfernen und die Blätter in feine Streifen schneiden. Zwiebel fein hacken und den Apfel in kleine Würfel schneiden.
- 2Pflanzenöl in einem großen Topf oder Dutch Oven bei mittlerer Hitze erhitzen. Die gehackte Zwiebel 3–4 Minuten darin glasig dünsten.
- 3Den geschnittenen Rotkohl und die Apfelwürfel hinzufügen und gut mit der Zwiebel vermengen.
- 4Apfelessig darüber gießen, braunen Zucker darüber streuen und Nelken sowie Lorbeerblatt hinzufügen. Alles gut umrühren.
- 5Deckel auflegen, Hitze auf niedrig reduzieren und den Rotkohl 1–1,5 Stunden sanft schmoren lassen. Gelegentlich umrühren, damit nichts am Boden ansetzt.
- 6Der Rotkohl ist fertig, wenn er zart ist, aber noch leicht Biss hat – nicht matschig. Lorbeerblatt und Nelken entfernen.
- 7Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf etwas mehr braunen Zucker oder Essig hinzufügen, um die süß-saure Balance nach persönlichem Geschmack anzupassen. Warm servieren.
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